• Betriebssicherheit für
    Aufzüge

... in und um Köln

Mit Stichtag 01.07.2015 ist die neue Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) in Kraft getreten. Seit Dezember 2016 haben die zugelassenen Überwachungsstellen den Prüfauftrag, die Aufzüge mit Personenbeförderung auch auf Abweichungen zum Stand der Technik hin zu überprüfen. Bis zum 31.12.2020 muss im Fahrkorb der Aufzugsanlage ein wirksames Zweiwegekommunikationssystem installiert werden, über das ein Notdienst ständig erreicht werden kann.

Was bedeutet das alles für den Aufzugsbetreiber?

Die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln (Betriebssicherheitsverordnung, BetrSichV) enthält Arbeitsschutzanforderungen für die Benutzung von Arbeitsmitteln und für den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen (also insbesondere auch Personenaufzüge) im Sinne des Arbeitsschutzes. Sie beinhaltet ein umfassendes Schutzkonzept, das auf alle von Arbeitsmitteln ausgehenden Gefährdungen anwendbar ist.

Grundbausteine sind eine einheitliche Gefährdungsbeurteilung für die Bereitstellung und Benutzung von Arbeitsmitteln, eine einheitliche sicherheitstechnische Bewertung für den Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen, der Stand der Technik als wesentlicher Sicherheitsmaßstab sowie Mindestanforderungen für die Beschaffenheit von Arbeitsmitteln, soweit sie nicht bereits anderweitig geregelt sind.

Achtung: Abweichungen vom Stand der Technik

Seit Dezember 2016 haben die zugelassenen Überwachungsstellen (ZÜS, z.B. TÜV, Dekra, etc.) den Prüfauftrag, die Aufzüge mit Personenbeförderung auch auf Abweichungen zum Stand der Technik hin zu überprüfen. Unter diesem Oberbegriff werden die Abweichungen aufgeführt, die ein erhöhtes Sicherheitsrisiko für die Benutzer oder für das Prüf- und Wartungspersonal aufweisen. Wir haben hier ein paar Beispiele aufgeführt.

  • Die automatische Selbstschließeinrichtung an den Schacht-Schiebetüren fehlt.
  • Am Aufzug fehlen Aufsetzpuffer nach dem Stand der Technik
  • Die Schutzeinrichtungen an Kraftbetätigten Türen fehlen
  • Die Verriegelungseinrichtungen der Schachttüren sind unsicher
  • Am Aufzug fehlt eine Schutzeinrichtung gegen unkontrollierte Fahrkorbbewegungen bei geöffneten Türen
  • Die Notbremseinrichtung in der Schachtgrube fehlt
  • Die Länge der Schürze am Fahrkorb entspricht nicht dem Stand der Technik
  • Es besteht ein unzulänglicher Schutz gegen elektrischen Schlag und/ oder fehlende Angaben auf den Kennzeichnungen elektrischer Einrichtungen
  • Der Zugang zur Schachtgrube ist unsicher (Abstiegseinrichtung)
  • Am Aufzug entspricht die Abtrennung der Fahrbahn des Gegengewichtes nicht dem Stand der Technik
  • Das Glas in den Schachttüren entspricht nicht dem Stand der Technik
  • Die Umwehrung auf dem Fahrkorbdach entspricht nicht dem Stand der Technik
  • Der Fahrkorb ist ohne Fahrkorbtüren
  • Am hydraulischen Aufzug entspricht die Schutzeinrichtung gegen Absturz, Übergeschwindigkeit und Absinken nicht dem Stand der Technik

Weitere Informationen zu » Abweichungen vom Stand der Technik « finden Sie im Downloadbereich unter » Leitfaden zum Stand der Technik «


Aktuell: Weitere, häufig aufgeführte Mängel an Personenaufzügen

  • Es ist nicht bekannt, ob Aufzugswärter ( befähigte Person ) in ausreichender Anzahl zur Personenbefreiung/regelmäßigen Prüfung vorhanden sind. Ggf. ist eine Einweisung zu empfehlen.
  • Es liegt kein Notfallplan (einschließlich der Notbefreiungsanleitung) für die Aufzugsanlage vor.

Wir helfen Ihnen weiter

Mit der Umsetzung der neuen BetrSichV kommen neue Bestimmungen, Aufgaben und Fristen auf den Aufzugsbetreiber zu. Wir stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite und achten dabei auf die wirtschaftlich günstigste Umsetzung. So eignet sich z.B. eine zukünftig geplante Modernisierung ideal für die Beseitigung von Mängeln die sich aus den neuen » Abweichungen vom Stand der Technik « ergeben.

Für die Beseitigung der vorgenannten Gefahrenquellen ist eine technische Nachrüstung oder der Austausch von Aufzugskomponenten notwendig. Die Kosten zur Beseitigung der meisten Gefahrenquellen liegen im überschaubaren Bereich ( 500,- bis 3000,- €).
Die Beseitigung der Gefahrenquelle »Am Aufzug fehlt eine Schutzeinrichtung gegen unkontrollierte Fahrkorbbewegungen bei geöffneten Türen« ist sehr kostenintensiv (5000,- bis 7500,- €) und will gut überlegt sein, ob nicht eine Erneuerung der Antriebseinheit eine wirtschaftlichere Lösung darstellt.

Allgemeine Hinweise:

  • Unser Unternehmen ist Mitglied in der Handwerkskammer zu Köln.
  • Wir versichern Ihnen, dass alle zu erbringenden Leistungen von qualifiziertem Servicepersonal, fachgerecht und mit größter Sorgfalt, ausgeführt werden.
  • Auf Grund unseres äußerst konkurrenzfähigen Stundenverrechnungssatzes und unserer günstigen Fahrkostenpauschale, können alle anfallenden Reparatur-/ Montagearbeiten, sowie die Beseitigung von Betriebsstörungen, zu einem hervorragendem Preis-/Leistungsverhältnis ausgeführt werden.
  • Die Deckungssumme unserer Betriebs-Haftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden beträgt 2.000.000 EUR.